Neuigkeiten aus Deifeld-Wissinghausen :

Eingeschränktes Kontaktverbot

Eingeschränktes Kontaktverbot

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

bitten und Warnhinweise gab es wirklich genug. Der Bürgermeister richtet einen Brief an alle Haushalte, die Kanzlerin hält eine bewegende Ansprache und alle Minister warnen und warnen. Nicht zu vergessen das Robert-Koch-Institut, das mit immer aktuellen Zahlen den Ernst der Lage beschreibt.
Leider muss man aber feststellen, dass es immer noch Menschen gibt, die es nicht verstehen wollen.

Ich selbst habe am Wochenende nicht viel davon mitbekommen, weil ich mich hauptsächlich zuhause aufhalte und meine berufliche Tätigkeit auf das allernötigste beschränken muss. Mich erreichen aber immer wieder Informationen von besorgten Bürgern, die genau wie ich kein Verständnis dafür haben, dass einige immer noch jede Warnung und Regel ignorieren.

Das Verhalten einiger ist maximal unsozial und nicht zu tolerieren. Wenn euch eure eigene Gesundheit egal ist, dann denkt wenigstens an die anderen. Jeder kann das Virus übertragen, auch wenn er selbst keine Symptome zeigt und nichts von seiner Infektion mitbekommt. Nur das erklärt die hohe Zahl der Erkrankten. Allein gestern stieg diese Zahl in NRW um 703 auf 6318 Menschen. Betrachtet man die Landkreise um uns herum, führt der HSK mit 149 Fällen die Liste mit weitem Abstand an. Das sollten endlich auch die letzten begreifen.

Weil viele es nicht begreifen wollen, gilt nun bundesweit ein stark eingeschränktes Kontaktverbot.

Einige Bundesländer gehen noch deutlich weiter und das wird auch uns noch treffen, wenn sich nichts ändert.

Der Kontakt ist, wenn eben möglich auf die Angehörigen im eigenen Haushalt zu beschränken.

Zu anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5m besser 2m einzuhalten.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im eigenen Haushalt lebenden Person erlaubt.

Die komplette Liste der jetzt geltenden Regeln steht unten zum Download bereit.

Und das gilt für alle. Auch für Nachbarschaft, Geburtstag und Arbeitseinsätze.

Die Regeln beruhen auf dem Infektionsschutzgesetz und Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 25.000€ oder Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren geahndet werden. NRW stellt als erstes Bundesland einen Bußgeldkatalog auf, der grob so aussehen wird.

Wer seine Kneipe weiter betreibt, 4000€ bis 5000€.

Öffentliche Treffen von mehr als 2 Personen, die durch keine Ausnahme gedeckt sind, 200€ bis 250€.

Corona-Verstößen sind keine "Kavaliersdelikte", "Die Strafen tun weh, und das müssen sie auch.

Es ist Aufgabe der Ordnungsbehörde mit Unterstützung der Polizei darauf zu achten, dass die Vorgaben eingehalten werden. Glücklicherweise verhält sich der ganz überwiegende Teil der Bürgerinnen und Bürger sehr besonnen und verantwortungsbewusst.

Aber leider gibt es immer noch die anderen.

Da in den Ordnungsämtern nur begrenzt Personal zur Verfügung steht, richtet die Stadt Medebach sich nun an die Ortsvorsteher. Bei Bekanntwerden von Verstößen haben die Ortsvorsteher diese an das Ordnungsamt zu melden und ich habe mich daran zu halten, weil ich gegenüber dem Bürgermeister weisungsgebunden bin. 

Es geht uns hierbei nicht um Denunziantentum oder das Eintreiben von Bußgeldern. Vielmehr wollen wir alle gemeinsam daran mitwirken, dass schwere Krankheitsverläufe oder gar Todesfälle in unserer Stadt so weit wie möglich vermeiden werden. Dazu können wir alle durch unser Verhalten beitragen.     

Ich hoffe inständig, dass es nun auch der letzte begreift.

Bleibt gesund,

Euer Ortsvorsteher

Dienstag, 24. März 2020
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