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St. Johannes Baptist Kirche

Die Deifelder Kirche gehört zu den ältesten Kirchen des Sauerlandes

Die Deifelder Kirche gehört zu den ältesten Kirchen des Sauerlandes

Ein Bauabschnitt stammt aus dem 13. Jahrhundert

Ein Bauabschnitt stammt aus dem 13. Jahrhundert

Stilmäßig ist sie eng verwandt mit den Kirchen in Eversberg, Hallenberg und Wormbach

Stilmäßig ist sie eng verwandt mit den Kirchen in Eversberg, Hallenberg und Wormbach

Die schwere mit Nägeln beschlagenen Eichentür bot Schutz im 30-jährigen Krieg

Die schwere mit Nägeln beschlagenen Eichentür bot Schutz im 30-jährigen Krieg

Zwei Balkenlöcher verhinderten das Einrammen der Tür

Zwei Balkenlöcher verhinderten das Einrammen der Tür

Eine der ältesten Kirchen des Sauerlandes

Stilmäßig ist sie eng verwandt mit den Kirchen in Eversberg, Hallenberg und Wormbach. Der älteste Teil der Kirche mit dem wuchtigen Westturm stammt aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts. Im Jahre 1877 wurde der alte Chorraum abgebrochen und der Gesamtkirchenraum durch ein dreischiffiges Querschiff mit Chor und den beiden Nebenkapellen erweitert.

Der Raumeindruck wird bestimmt im alt-romanischen Schiff von kräftigen, kreuzförmigen und im neu-gotischen Schiff von hochaufragenden Pfeilern. Die glückliche Verbindung der beiden Stilelemente verleiht dieser Kirche ihre einmalige Schönheit. Der alte Barockaltar ist 1898 einem Brand zum Opfer gefallen. Erhalten sind davon geblieben zwei Statuen: Antonius von Padua und Apostel Petrus. Sie befinden sich vorne links und rechts an den Außenwänden. Ebenfalls wurden erhalten zwei Altarbilder „Die Krönung Mariens“ (links an der Chorwand) und die „Taufe Jesus durch Johannes“ (an der Rückwand der Kirche).

Der jetzige neu-gotische Hochaltar entstand in der Sauerländischen Bildhauerwerkstatt Peter Schneider in Eslohe im Jahr 1899. Rechts und links auf dem Altar befinden sich jeweils zwei Heiligenfiguren: Liborius, Patron des Erzbistums Paderborn, Johannes der Täufer, Patron der Kirche Deifeld, Sebastian, Patron der Kirchengemeinde Referinghausen und Antonius der Einsiedler, Patron der Kirchengemeinde Titmaringhausen.

Referinghausen und Titmaringhausen waren bis zum Jahre 1929 Filialgemeinden von Deifeld

In den Chorfenstern befinden sich die Bilder der gleichen Heiligen.

Wenn wir die Tabernakeltüren betrachten, dann sehen wir darauf die Symbole für die Eucharistiefeier, Weizenähren und Weintrauben. Darunter den ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets: Alpha und Omega. Christus spricht: „Ich bin das Alpha und das Omega; Ich bin Anfang und Ende; Ich bleibe bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ Jesus Christus ist aber auch derjenige der für uns gelitten hat und am Kreuz gestorben ist. Dafür stehen die Marterwerkzeuge in den oberen Teilen der Tabernakeltür.

Im Mittelschiff beherrscht die wunderschöne Doppelmadonna den Blick des Betrachters. Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert aus der Werkstatt Papen, Giershagen und vereinigt wichtige Aussagen der Heiligen Schrift über Maria.

Die Orgel, die sich in einem geschlossenen Gehäuse aus dem Jahre 1750 befindet, hat Schleifladen mit mechanischer Spieltraktur und mechanischer Registratur.

Auf zwei Manuale und einem Pedal sind 11 Register mit 788 Pfeifen verteilt. Planung und Ausführung: Orgelbau Gebr. Stockmann, Werl. Eingeweiht wurde die Orgel im Jahre 1978.

Zelebrations-Altar und Beichtstuhl stammen aus der Zeit vor der Renovierung im Jahre 1975; sind aber wesentlich in den Jahren 1976 bzw. 1982 restauriert worden.

Die Kreuzwegbilder sind gemalte Kopien nach Professor J.Klein, Wien vom Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Figuren, Herz-Jesu, Hl. Maria, Hl. Josef und die schmerzhafte Mutter sind aus Terrakotta hergestellt. Sie wurden renoviert und im Kirchenraum plaziert. Der künstlerische Wert derselben ist gering.

Mit Nägeln beschlagenen Eichentür

Bemerkenswert und wahrscheinlich auch einmalig ist das Portal der Kirche mit der mit Nägeln beschlagenen Eichentür. Durch immer enger werdende Rundstäbe wird man langsam in den herrlichen Kirchraum geführt.

Möge dieses ehrwürdige Gotteshaus den Besuchern zum Betrachten und Beten einladen.

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